Sport


Es ist schon einige Jahre her, dass ich durch einen Zielgebietstausch mit einer Kollegin nach Korsika kam. Davor war ich  10 Monate auf Fuerteventura und der deutsche Reiseveranstalter, für den damals arbeitete, fand, ich könne dort ruhig noch eine Sommersaison bleiben.

Fuerteventura ist toll und ich hatte dort eine sehr gesellige und auch beruflich schöne Zeit, aber schließlich bin ich ja Reiseleiterin geworden, weil ich was sehen wollte! Meine Kollegin Astrid, mit der ich auch schon 2 Jahre vorher in Tunesien zusammen gearbeitet hatte, stieß zu Beginn der Wintersaison zu unserem Fuerte-Team und sollte in der nächsten Sommersaison wieder nach Korsika, wo sie auch schon die vergangene Saison verbracht hatte. Und Astrid hatte keine Lust auf Korsika….

Wir haben den Antrag gestellt und ich flog los: nach Korsika!

Zunächst einmal ein ganz schöner “Naturschock” für mich: nachdem ich mich so an die kahle Landschaft Fuerteventuras gewöhnt hatte, erschlug mich die grüne Insel mit ihrer Macchia, ihren Pinienwäldern, den schroffen Bergen, den roten und den weißen Felsen. Gelandet bin ich in Calvi, dessen Stadtbild von der Zitadelle und den allgegenwärtigen Fremdenlegionären geprägt ist.

Hier blieb ich zwei Jahre: die extremen Kontraste haben mich einfach gereizt.

Île de Beauté wird sie bei den Einheimischen genannt – das bedeutet “Insel der Schönheit”. Und das ist sie. Auch schroff und kapriziös. Aber vor allem schön und abwechslungsreich.

Ja, es stimmt: Französische Grundkenntnisse sind ziemlich wichtig, wenn man hier unterwegs ist. Korsisch geht zur Not auch. Die Sprache der Einheimischen ist eine Mischung aus Genuesisch und anderen italienischen Dialekten und für französischsprachige Menschen nicht zu verstehen. Die Straßenschilder tragen ihre Namen auf Französisch und Korsisch. Englisch?? Hab ich hier nie gesehen.

Und das macht Korsika auch so einzigartig: Die Insel versetzt einen in eine andere Zeit. Obwohl ein (bzw. zweigeteiltes) Dèpartement Frankreichs (nämlich das mit der Nummer 20 (=2A und 2B)) und nahezu gegenüber von Nizza gelegen, hat die wilde Schönheit doch ihre eigenen Traditionen und Gebräuche bewahrt.

Hier wird jeder glücklich!



Ferienhotel Maristella

Ferienhotel Maristella



Familien tummeln sich insbesondere an den weißen Sandstränden der Calvi-Bucht, an den seichten Stränden der Ostküste oder aber in der Sandbucht Algajolas, unweit von Calvi, in dem sich z.B. das für die Insel eher untypische Ferienhotel “Maristella” befindet: unter deutscher Leitung, bis zu 100 % deutschsprachige Gäste, All-Inclusive-Verpflegung, Unterhaltungsprogramm (deutschsprachig!) und nur durch eine Straße vom Meer getrennt. Familiengerecht ist auch die Anreise: immer samstags von/nach Köln-Bonn geht es mit Germanwings (Zug zumFlug aus ganz Deutschland inklusive!) und der Transfer vom Flughafen Calvi zum Hotel und zurück ist auch dabei. Das ganze Paket (Flug, Transfer, 7 Übernachtungen im DZ mit All-Inclusive) gibt es schon ab 557 € pro Person (Kinderfestpreis ab 307 €)


Grandiose Felsenwelt Calanches

Wer es lieber ruhiger mag, der hat noch mehr Möglichkeiten: Erholungssuchende finden auf Korsika immer nochdie kleinen Hotel s und Appartmentanlagen, die man in anderen Ländern schon lange nicht mehr findet. La Villa (Relais & Château) ist eines von drei 5-Sterne-Häusern der Insel, hat nur 52 Zimmer und einen atemberaubenden Blick über die Bucht auf den Yachthafen und die Zitadelle von Calvi. (www.hotel-lavilla.com – 7 Übernachtungen mit Frühstück ab 865 € p .P.).

Natürlich geht es auch etwas einfacher: Appartment- oder Bungalowanlagen in korsischem Stil gibt es für unbeschwerten Natururlaub in grandioser Natur strandnah schon ab 58 € (Preis für 7 Übernachtungen (nicht pro Nacht!)).

Oder wie wäre es mit einem der vielen Campingplätze auf der Insel? Wer lieber “festen Boden” unter den Füßen hat, kann hier auch sogenannte Mobilhomes mieten, das sind auf einem Campingplatz fest installierte bequeme Wohnwagen.

Zu viel Natur und kein Luxus? Das ist lange vorbei! Auch eine Luxushotellerie hat sich auf Korsika gebildet! Siehe oben “La Villa” in Calvi. Siehe auch das 6-Sterne Hotel Casadelmar in Porto Vecchio, dem eindrucksvollen Yachthafen im Südosten der Insel nahe Bonifacio (7 Übernachtungen mit Frühstück ab 1.281 € p.P.) oder das Demeure Loredana mit 5 Sternen in St. Florent (www.demeureloredana.com – 7 Übernachtungen mit Meerblick und Frühstück ab 966 € p.P.)

Korsika ist ein echtes Paradies für Aktivurlauber und Sportbegeisterte.

An erster Stelle steht natürlich das Wandern! Wer hier einmal in dieser unvergleichlichen Landschaft zwischen dem Meer und den imposanten Gipfeln gewandert ist, wird immer wieder hierher kommen wollen! Der Kultweg Korsikas ist der GR 20. Er führt als alpiner Bergwanderweg in leicht südöstlicher Richtung über etwa 180 km quer über die Insel. Ausgangspunkt ist Calenzana bei Calvi, das Ziel Conca liegt im Südosten der Insel in der Nähe von Porto Vecchio. Der Weg folgt bei der Inselquerung dem Verlauf des Hauptgebirgskammes und ist unter anderem durch den korsischen Nationalpark geführt. Die korsischen Bergorte werden dabei meist weiträumig umwandert, so dass der Natureindruck eindeutig im Vordergrund steht. Nicht umsonst heißt die Wegführung auf Korsisch „Fra li monti“ – „Durch die Berge“. Allein oder mit Wanderführer in der Gruppe.

Mit dem Mountain-Bike oder dem Rennrad geht es die Berge rauf und runter. Tour de France en miniature und     ganz privat, wenn man möchte. Eine echte Herausforderung – optisch und sportlich!

Außerdem: Flüsse für Kajakfahrer, wilde Schluchten für Liebhaber des Canyoning, Klettersteige für Abenteurer und wer im Winter hierher kommt, kann sich sogar auf Skiern die tief verschneiten Hänge herunterstürzen.

Ach ja, nicht vergessen: das Meer! Schwimmen, surfen, segeln, Jetski – um nur einige Aktivitäten zu nennen. Und bitte seid beruhigt: gelbe Bananen auf dem Wasser gibt es hier noch nicht!

Stephanie Graef

Stephanie Graef

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