Kultur & Geschichte
Das ist so richtig eine Ausstellung nach meinem Geschmack!
In Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission und der TUI Deutschland zeigt der Gasometer Oberhausen die Ausstellung Magische Orte – Natur- und Kulturmonumente der Welt - und das noch bis zum 30.12.2011.
Während die Antike nur Sieben Weltwunder kannte, zählt die UNESCO heute über 900 Welterbestätten: Meisterwerke der Baukunst des Menschen und gewaltige Monumente der Natur. Beide werden im Gasometer Oberhausen auf zwei Ebenen gleichermaßen bedeutend präsentiert.
Im Zentrum der Ausstellung steht die 43 Meter hohe Skulptur “Regenwaldbaum” von Wolfgang Volz als “Kathedrale der Natur” – symbolisch für die Schönheit, Fruchtbarkeit und Verletzbarkeit des ewigen Kreislaufes der Natur.
Ich hab´ schon eine Dauerkarte!
Weitere Informationen: www.gasometer.de
Seit 1934 existiert ein Gesetz, das das Ungeheuer von Loch Ness, für den Fall dass es existiert, unter Naturschutz stellt.
Malta war bislang der einzige EU-Staat, in dem Ehescheidung gesetzlich verboten war. Regierung und Kirche reagierten enttäuscht auf die Entscheidung des Volkes. Zumal das Ja zur Scheidung sehr viel deutlicher ausfiel als gedacht.
Zwar haben Volksabstimmungen in Malta keinen bindenden Charakter, doch Ministerpräsident Lawrence Gonzi erklärte unmittelbar, nachdem das Ergebnis feststand, er werde das Wählervotum respektieren – auch gegen seine persönliche Auffassung.
In Malta, das als streng katholisch gilt, dürfte bislang nur nochmal heiraten, wer sich zuvor entweder im EU-Ausland scheiden ließ oder ein kirchenrechtliches Ehe-Annullierungsverfahren absolvierte.
Organisiert wurde das Referendum ausgerechnet von einem Abgeordneten der christlich-demokratischen Nationalpartei, die das Land regiert. Vorbild für das neue Scheidungsrecht soll Irland sein. Das heißt, Eheleute müssen zunächst vier Jahre lang getrennt leben und dann prüfen, ob eine Versöhnung noch möglich ist. Der Ton im Wahlkampf war sehr rau gewesen.
Quelle: BizTravel (ein fvw Magazin)
Ein sprachlicher Spagat von David Stern
Die hebräische Sprache, genaugenommen Ivrit genannt, ist für den Deutschen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Komische Schriftzeichen als Alphabet, die auch noch von rechts nach links gelesen werden, fremdklingende Kehllaute und überhaupt. Nichts erinnert an die deutsche Sprache. Wirklich nichts? Dem aufmerksamen Zuhörer wird schnell auffallen, dass in einer Konversation auf Hebräisch immer wieder Worte auftauchen, die er kennt und versteht. Deutsche Worte, die auf faszinierende Weise die gleiche Bedeutung besitzen, wie im Deutschen. Der Israeli isst gern morgens ein Müsli (gesprochen: Musli), nimmt dazu einen Biss vom Brot und einen Schluck Kaffee oder Tee.
Grund dafür ist, dass deutsche Juden entscheidend am Aufbau des Bildungssystems in Israel beteiligt waren und fehlende Worte im Hebräischen einfach mit den ihnen bekannten deutschen Worte aufgefüllt haben. Besonders profitiert vom Deutschimport der Sprache hat die Sparte des Bau- und Ingenieurswesens, der Architektur und Installateure, sowie der Elektriker und Mechaniker.
Wer in Israel einmal handwerkeln möchte, braucht sich um die Sprachbarriere keine Sorgen zu machen. Hier ist es ganz natürlich, dass der Israeli einen Spachtel verwendet, um erst den Stecker mit dem Isolierband abzukleben, ihn mit Beton einmauert und dann mit dem Putz und Unterputz verputzt. Zum Schluss kommt dann die zugegebenermaßen weniger verwendete Tapet(e) zur Anwendung. Aber auch der Dübel (gesprochen: Diebel), Gummi, Leiste, Schieber und Schalter kommen gern zum Einsatz.
Der israelische Elektriker spricht gern von Erdung und Kurzschluss, und auch der Mechaniker schraubt gern an der Kupplung, dem Kugellager, dem Winker und dem Wischer herum.
Sprachforscher gehen davon aus, dass gut 300 deutsche Worte mit Ihrer ursprünglichen Bedeutung in der hebräischen Sprache verwendet werden. Noch heute erleben Israelbesucher ein einmaliges Schauspiel, wenn Sie die Schrotthändler in Tel Aviv beobachten, die meist im Süden der Stadt mit Ihren Pferdekarren durch die Strassen ziehen und lauthals Alte Sachen, Alte Sachen schreien. Aber auch in der Alltagssprache kommen viele deutsche Worte vor. In Israel werden auch alle Monate deutsch ausgesprochen. Man spricht vom Spagat als Turnübung, oder der Schlafstunde der neuen Schwung bringt. Wenn man zum Arzt geht wegen eines Hexenschusses oder eines Plattfusses, dann bekommt man auch in Israel ein Rezept für seine Medikamente. Besonders Israelis mit Klasse bezeichnen sich gern als Feinschmecker. Hier ist jedoch nicht ausschliesslich der Gourmet gemeint, sondern der Begriff bezieht sich auf alle Lebenslagen und Situationen in denen guter Geschmack gefragt ist.
Um das Wort Strudel kommt kein Israeli herum. Meist verwendet er dieses Wort mehrmals täglich. Denn als Strudel wird in Israel das in Emails verwendete @ bezeichnet. Ein israelischer Ingenieur mit deutschen Wurzeln gab dem Zeichen in den 60er Jahren diesen Namen, weil es ihn an einen leckeren Teigstrudel aus Habsburger Zeiten erinnerte.
Aber Vorsicht. Nicht alle uns bekannten Worte haben die gleiche Bedeutung. So bezeichnet der Israeli nicht seine Mutter mit Mami, denn die heisst auf Hebräisch ima. Mami wird in Israel der Schatz, der Liebling oder einfach eine sehr sympathische Person genannt. Und das macht die Sprache so spannend: Situation, in der ein Deutscher das erste Mal seine Angebetete ansieht, sie mami nennt und dabei nicht an seine Mutter denkt.
Wer gern vermehrt und intensiv Deutsch in Israel sprechen möchte, sollte sich vornehmlich in Haifa oder Nahariya aufhalten. Hier wird die Deutsche Sprache noch gepflegt wie ein Schatz. Oder besuchen Sie das jiddische Theater in Tel Aviv. Sie werden feststellen, dass sie mehr verstehen werden, als die Israelis. Denn für die gibt es extra ein Leuchtband mit hebräischem „Untertitel“.
Wer eine Antarktis-Reise plant, nimmt Kurs auf einen Lebenstraum!
„Glänzend weiß, strahlend blau, rabenschwarz, so leuchtet das Land im Sonnenlicht,
märchenhaft schön, Spitze an Spitze, Gipfel an Gipfel, zerklüftet,
wild wie kein anderes Land der Erde – so liegt es da, unbeachtet und unberührt.“
(Roald Amundsen 1911)
Für viele Menschen ist die Antarktis ein unbeschriebenes Blatt.
Man war noch nie dort.
Man hört von ihrer weißen Pracht und man versucht vielleicht, sie mit Gesehenem zu vergleichen, um sie im Vorfeld zu begreifen.
Doch die Antarktis ist unbegreiflich, unvergleichlich und einzig.
Selbst Menschen, die die Antarktis häufiger besuchen, können ihre Faszination weder mit einem Wort noch in einem Satz erklären.
Es gibt keinen „Titel“, der alle Seiten der Antarktis würdigen könnte. Und es wird ihn auch nie geben.
Die Antarktis ist vielleicht die einzige Region auf der Welt, die sich einer allgemeingültigen Zusammenfassung entzieht.
Sie ist und bleibt eine ganz persönliche und immer neue Erfahrung.
„Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis!“
(Oscar Wilde, 1854 – 1900)


