Allgemein

Ein sprachlicher Spagat von David Stern

Die hebräische Sprache, genaugenommen Ivrit genannt, ist für den Deutschen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Komische Schriftzeichen als Alphabet, die auch noch von rechts nach links gelesen werden, fremdklingende Kehllaute und überhaupt. Nichts erinnert an die deutsche Sprache. Wirklich nichts? Dem aufmerksamen Zuhörer wird schnell auffallen, dass in einer Konversation auf Hebräisch immer wieder Worte auftauchen, die er kennt und versteht. Deutsche Worte, die auf  faszinierende Weise die gleiche Bedeutung besitzen, wie im Deutschen. Der Israeli isst gern morgens ein Müsli (gesprochen: Musli), nimmt dazu einen Biss vom Brot und einen Schluck Kaffee  oder Tee.

Grund dafür ist, dass deutsche Juden entscheidend am Aufbau des Bildungssystems in Israel beteiligt waren und fehlende Worte im Hebräischen einfach mit den ihnen bekannten deutschen Worte aufgefüllt haben. Besonders profitiert vom Deutschimport der Sprache hat die Sparte des Bau- und Ingenieurswesens, der Architektur und Installateure, sowie der Elektriker und Mechaniker.

Wer in Israel einmal handwerkeln möchte, braucht sich um die Sprachbarriere keine Sorgen zu machen. Hier ist es ganz natürlich, dass der Israeli einen Spachtel verwendet, um erst den Stecker mit dem Isolierband abzukleben, ihn mit Beton einmauert und dann mit dem Putz und Unterputz verputzt. Zum Schluss kommt dann die zugegebenermaßen weniger verwendete Tapet(e) zur Anwendung.  Aber auch der Dübel (gesprochen: Diebel), Gummi, Leiste, Schieber und Schalter kommen gern zum Einsatz.

Der israelische Elektriker spricht gern von Erdung und Kurzschluss, und auch der Mechaniker schraubt gern an der Kupplung, dem Kugellager, dem Winker und dem Wischer herum.

Sprachforscher gehen davon aus, dass gut 300 deutsche Worte mit Ihrer ursprünglichen Bedeutung in der hebräischen Sprache verwendet werden.  Noch heute erleben Israelbesucher ein einmaliges Schauspiel, wenn Sie die Schrotthändler in Tel Aviv beobachten, die meist im Süden der Stadt mit Ihren Pferdekarren durch die Strassen ziehen und lauthals Alte Sachen, Alte Sachen schreien. Aber auch in der Alltagssprache kommen viele deutsche Worte vor. In Israel werden auch alle Monate deutsch ausgesprochen. Man spricht vom Spagat als Turnübung, oder der Schlafstunde der neuen Schwung bringt. Wenn man zum Arzt geht wegen eines Hexenschusses oder eines Plattfusses, dann bekommt man auch in Israel ein Rezept für seine Medikamente. Besonders Israelis mit Klasse bezeichnen sich gern als Feinschmecker. Hier ist jedoch nicht ausschliesslich der Gourmet gemeint, sondern der Begriff bezieht sich auf alle Lebenslagen und Situationen in denen guter Geschmack gefragt ist.

Um das Wort Strudel kommt kein Israeli herum. Meist verwendet er dieses Wort mehrmals täglich. Denn als Strudel wird in Israel das in Emails verwendete @ bezeichnet. Ein israelischer Ingenieur mit deutschen Wurzeln gab dem Zeichen in den 60er Jahren diesen Namen, weil es ihn an einen leckeren Teigstrudel aus Habsburger Zeiten erinnerte.

Aber Vorsicht. Nicht alle uns bekannten Worte haben die gleiche Bedeutung. So bezeichnet der Israeli nicht seine Mutter mit Mami, denn die heisst auf Hebräisch ima. Mami wird in Israel der Schatz, der Liebling oder einfach eine sehr sympathische Person genannt. Und das macht die Sprache so spannend: Situation, in der ein Deutscher das erste Mal seine Angebetete ansieht, sie mami nennt und dabei nicht an seine Mutter denkt.

Wer gern vermehrt und intensiv Deutsch in Israel sprechen möchte, sollte sich vornehmlich in Haifa oder Nahariya aufhalten. Hier wird die Deutsche Sprache noch gepflegt wie ein Schatz. Oder besuchen Sie das jiddische Theater in Tel Aviv. Sie werden feststellen, dass sie mehr verstehen werden, als die Israelis. Denn für die gibt es extra ein Leuchtband mit hebräischem „Untertitel“.

Aserbaidschan? Wo um alles in der Welt liegt denn das? Und lohnt es sich, diesem Flecken in Vorderasien mal einen Besuch abzustatten? TravelTalk beantwortet die wichtigsten Fragen über das Gewinnerland des Eurovision Song Contest.

Wie kommt man da eigentlich hin?

Direkt geht’s mit Lufthansa von Frankfurt nach Baku, die Hauptstadt von Aserbaidschan. Praktische Flugverbindungen bieten auch Austrian (über Wien), Turkish Airlines (über Istanbul) und Air Baltic (über Riga).

Gibt’s da denn was Interessantes zu sehen?

Und ob: Die Altstadt von Baku zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert ist der Schirwanschah-Palast, ein gigantischer Komplex aus mehr als 50 Zimmern und Villen, unzähligen Toren, Mausoleum und Teppichmuseum. Auch das Umland von Baku lohnt einen Abstecher: Hier kann man Ölfelder, uralte Felszeichnungen und Schlammvulkane besichtigen. Beliebt bei Touristen ist auch die 2000 Jahre alte Stadt Scheki. Hier steht der Khan-Palast aus dem 18. Jahrhundert, der ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde.

Was landet dort auf meinem Teller?

Vor allem Granatäpfel, Wassermelonen und Weintrauben, die man auf jedem Basar bekommt. Eine landestypische Spezialität ist Schaschlik, das hier „Kebab“ genannt wird. Es wird meist mit Brot und Salat serviert. Beliebt ist auch Piti, eine Suppe aus Kartoffeln, Kichererbsen und fettem Schafsfleisch. Unbedingt probieren: Gegrilltes Fleisch mit Granatapfelsoße!

Welche Souvenirs sind typisch für die Region?

Viele Besucher nehmen Teppiche, Kupfergegenstände und Wasserpfeifen mit nach Hause. Typische Basar-Mitbringsel sind Granatapfelsaft und selbstgemachter Honig. Kult: Jedes Jahr erscheint ein Kalender, der Fotos von völlig überladenen Ladas zeigt. Diese Automarke ist in Aserbaidschan weit verbreitet – ebenso wie die Sitte, die Fahrzeuge bis obenhin mit Menschen und Sachen vollzustopfen.

Welche Veranstalter bieten überhaupt Reisen dahin an?

Da muss man schon ein bisschen suchen. Am ehesten fündig wirst Du bei Studienreise-Anbietern. Aserbaidschan haben zum Beispiel Windrose, Ikarus Tours und Studiosus im Programm.

Quelle: traveltalk (Iris M. Köpke)

Die ursprünglich ab heute geplante EU-weite Lockerung des Flüssigkeitsverbots im Handgepäck von Flugreisenden wird nicht umgesetzt. Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten heute früh aufgefordert, die neue Regelung zu verschieben. In den vergangenen Tagen hatte sich eine wachsende Zahl von Ländern, darunter Großbritannien und Frankreich, gegen die Lockerung ausgesprochen. Man wolle die Passagiere nicht verwirren, erklärt EU-Kommissar Siim Kallas die plötzliche Kehrtwende. Die neue Regelung hatte vorgesehen, dass Passagiere aus Drittländern im Duty-Free eingekaufte Flüssigkeiten, Gels und Sprays beim Umsteigen in der EU nicht mehr abgeben müssen. Das ist jetzt erst einmal Makulatur. Stattdessen bleibt es bei der Regelung aus 2006, wonach Flugreisende grundsätzlich nur geringe Flüssigkeitsmengen, die in einem durchsichtigen Plastikbeutel verstaut sein müssen, an Bord von Flugzeugen mitnehmen dürfen. Vor einer weiteren Entscheidung will sich die Kommission auch mit den USA beraten, die eine Schlüsseldestination für Umsteigeflüge von und nach Europa ist.
Quelle: travel-one

Die Lufthansa vereinfacht die Gepäckbestimmungen. So gilt das neue, weltweit einheitliche Stückkonzept (piece-concept) zur Mitnahme von Freigepäck für Tickets mit Ausstellungsdatum ab 1. Juni 2011. Für Tickets, die zu einem früheren Zeitpunkt ausgestellt wurden, gelten die alten Regelungen.

Die Menge des Freigepäcks richtet sich nach der gebuchten Serviceklasse:

Economy Class: Ein Gepäckstück à 23 kg
Business Class: Zwei Gepäckstücke à 32 kg
First Class: Drei Gepäckstücke à 32 kg

Darüber hinaus können künftig alle Lufthansa Passagiere ein Sportgepäckstück der Kategorie „Small“ innerhalb der gültigen Freigepäckmenge sowie zusätzlich eine Skiausrüstung * mitnehmen.

Beachten Sie bitte, dass für bestimmte Flugziele besondere Bestimmungen** gelten.

*nicht auf Nordatlantikstrecken
**auf Flügen nach Japan, West-, Ost- und Zentralafrika können in der Economy Class zwei freie Gepäckstücke à 23 kg kostenlos mitgenommen werden. Auf Reisen, die in Brasilien starten, sind in der Economy Class zwei Gepäckstücke à 32 kg erlaubt.

Lufthansa-Flüge gibt es bei inventia: welcome@inventia.de

Wer eine Antarktis-Reise plant, nimmt Kurs auf einen Lebenstraum!

„Glänzend weiß, strahlend blau, rabenschwarz, so leuchtet das Land im Sonnenlicht,

märchenhaft schön, Spitze an Spitze, Gipfel an Gipfel, zerklüftet,

wild wie kein anderes Land der Erde – so liegt es da, unbeachtet und unberührt.“

(Roald Amundsen 1911)

Für viele Menschen ist die Antarktis ein unbeschriebenes Blatt.

Man war noch nie dort.

Man hört von ihrer weißen Pracht und man versucht vielleicht, sie mit Gesehenem zu vergleichen, um sie im Vorfeld zu begreifen.

Doch die Antarktis ist unbegreiflich, unvergleichlich und einzig.

Selbst Menschen, die die Antarktis häufiger besuchen, können ihre Faszination weder mit einem Wort noch in einem Satz erklären.

Es gibt keinen „Titel“, der alle Seiten der Antarktis würdigen könnte. Und es wird ihn auch nie geben.

Die Antarktis ist vielleicht die einzige Region auf der Welt, die sich einer allgemeingültigen Zusammenfassung entzieht.

Sie ist und bleibt eine ganz persönliche und immer neue Erfahrung.

„Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis!“

(Oscar Wilde, 1854 – 1900)

Stephanie Graef

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Tel. 0201 946 16 306 oder Mail:welcome@inventia.de

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